KV Hellweg zu Besuch auf der Wewelsburg
Die Pensionäre des Kreisverbandes Hellweg waren am Dienstag, dem 12. April 2011, eingeladen zu einer Führung durch die Ausstellungsräume der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg.
In den Jahren von 1933 bis zum Kriegsende 1945 sollte die einzige Dreiecksburg Deutschlands unter Himmler zu einem „ideologischen Zentrum der SS“ ausgebaut werden. Im ehemaligen Wachgebäude der SS vor der Burg ist eindrucksvoll dokumentiert, wie das Projekt mit KZ- Häftlingen realisiert werden sollte.
Frau Müller führte die Gruppe der Pensionäre sehr kompetent durch die Dauerausstellung. Sie konnte ihren Zuhörer in sehr aufgelockerter Weise verdeutlichen, wie die „SS-Hierarchie“ strukturiert war, mit welch´ perfiden, menschenverachtenden Methoden die arbeitenden Häftlinge bewacht, zur Arbeit angetrieben und oft zu Tode gequält wurden.
Als aufschlussreich seien z. B. die Eintragungen H. Himmlers in seinem persönlichen Taschenkalender genannt, den man vor gar nicht langer Zeit f. d. Ausstellung erwerben konnte.
Immer wieder erfuhr man als Besucher auch sehr Hintergründiges über nazistisches Denken.
So wurden etwa die Häftlinge nach schwerer Tagesfron hungrig an den Lagerzaun geführt. Dort mussten sie mit ansehen, wie Küchenabfälle aus der Kantinenküche der SS-Wache den Schweinen vorgeworfen wurden. D sollten spüren, dass die Tiere eine höhere Wertschätzung genossen als sie.
Nach der Führung fand im „Ottens Hof“ – einem Landgasthaus von 1631, welches die SS seinerzeit als Zugeständnis an die Dorfbewohner für deren Unannehmlichkeiten großzügig erneuern ließ – noch eine intensive Gesprächsrunde statt.
Fazit: Man war sich einig, dass ein Besuch der Ausstellung mit Kindern oder Enkeln, sobald diese in das „reifere Fragealter“ kämen, besonders zu empfehlen sei.
Das gilt sicher auch für das Kreismuseum in der Burg!
Müller



