RLV-Kreisverband Unna besuchte heilpädagogischen Kindergarten
25. Mai 2009
RLV-Senioren des KV Hellweg besuchten am 19.05.2009 den „Heilpädagogischen Kindergarten“ in Unna-Königsborn. Was aber bewegt Ruheständler, die ihr langes Berufsleben in der Schule verbrachten, einen Kindergarten zu besuchen?Vielleicht war es ganz einfach Neugier auf etwas, das sie während ihrer Arbeit an der Realschule so nicht erfahren konnten; denn die Einladung zum Besuch der Königsborner Einrichtung stieß bei allen Teilnehmern auf sofortige Zustimmung.
Nachdem die Mehrheit ihrer „Schützlinge“ das erst kürzlich neu errichtete Gebäude am frühen Nachmittag verlassen hatte, führte uns die Leiterin, Frau Anne Rodemann, in einem sehr informativen Vortrag ein in die pädagogischen Intentionen und Bedingungen ihrer Arbeit.
Sie suchte ihren Zuhörern zu verdeutlichen, dass die Arbeit mit Kindern ganz unterschiedlicher Behinderungen ein hohes Maß an Geduld, Engagement und Ausdauer erfordere.
In Sprachheilgruppen, Spieltherapie, Physiotherapie, Psychologie, Ergotherapie und Psychomotoriktherapie vollzieht sich die eigentliche Arbeit mit den Kindern. Dabei scheint wichtig, dass die Eltern der betroffenen Kinder diese Arbeit stützen und zu Hause weiterführen.
Wenn auch eine fundierte Aussage über eine Erfolgsquote im späteren Berufs- und Arbeitsleben dieser Kinder nicht gemacht werden kann, so erweist sich die gewiss nicht einfache Arbeit schon allein deshalb als notwendig, weil die Kinder hier sehr oft eine Zuwendung erhalten, die sie so an anderer Stelle niemals erfahren.
Nachweisliche Erfolge – je nach Grad der Behinderung – lassen sich erkennen in der Verbesserung der alltäglichen Lebensqualität. Die Verbindung zwischen Kindergarten und Kliniken ermöglicht gegebenenfalls eine direkte medizinische Versorgung.
Beim späteren Rundgang durch das neue Gebäude beeindruckte, dass die Stifter des „Lebenszentrums Königsborn“ keinerlei Kosten gescheut hatten, um den Kindern modernste Therapiemittel und eine sehr gefällige wohnliche Atmosphäre zukommen zu lassen. Die Räume wirkten behinderungsgerecht, großzügig, freundlich, fröhlich und hell.
Man kann der Einrichtung und vor allem dem „team“ gratulieren und ein frohes „Glück auf!“ wünschen!
B. Müller
Den Bericht mit Bildern finden Sie hier als PDF-Datei.



