Realschule - Chancen für Viele

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"Die Realschule war und ist die Schule des sozialen Ausgleichs und des sozialen Aufstiegs....", wie Prof. Dr. Peter J. Brenner in seinem Vortrag im Rahmen des Ersten Realschultags des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen am 25.04.2009 in Dortmund belegt.

"Einfache Befunde aus den PISA-Studien - ohne sie geht es nicht in der modernen Bildungsdiskussion in Deutschland - belegen diese Aussage auf den ersten Blick: Die Realschule ist für alle Schichten offen ... Sie ist die Schule des sozialen Aufstiegs. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zum sozialen Aufstieg durch Bildung. Das war in der Vergangenheit so und das ist auch jetzt so. lmmer wieder hat die Realschule Bildungsaußenseiter an das Bildungswesen herangeführt (Geißler, Sozialstruktur; S. 283).

Am sichtbarsten ist ihr das gelungen bei der Integration der Mädchen. Auch die bildungsfernen sozialen Schichten, die Kinder der Handwerker und der Arbeiter, haben in der Generationenfolge ihren Bildungs- und damit auch oft ihren sozialen Aufstieg über die Realschule genommen. lm Verein mit vielen anderen Maßnahmen, wie sie seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Westdeutschland forciert worden sind, ist es dem deutschen Schulwesen gelungen, die traditionellen, teilweise massiven Disparitäten im Bildungswesen zu beseitigen. Das katholische Landarbeitermädchen aus Bayern, das in den sechziger Jahren als statistische Kunstfigur den Inbegriff der Bildungsbenachteiligung darstellte, gibt es heute nicht mehr als Problemfall des Bildungswesens...."

Der ganze Vortrag von Prof. Brenner ist in Bildung real Nr. 4/2009 als Teil 1 (hier im PDF-Format) und in Bildung real Nr. 5/2009 als Teil 2 (hier im PDF-Format) abgedruckt.