Sollen Lehrer mundtot gemacht werden?
30. Januar 2011
Bezirksregierung Arnsberg droht Lehrkräften, die sich kritisch zur Gemeinschaftsschule äußern, mit disziplinarischer Anhörung.
„Diese Vorgänge sind ungeheuerlich“, kommentiert lehrer nrw-Vorsitzende
Brigitte Balbach entsprechende Medienberichte. „Werden Schulleitungen
und Lehrkräfte auf diese Weise daran gehindert, ihren Sachverstand in
die aktuelle Diskussion um die Gemeinschaftsschule einzubringen?
Will man sie gar mundtot machen? Wer hat dazu die Anweisung gegeben? Aus der Bezirksregierung ist zu hören, das sei eine Anweisung vom Schulministerium, also von ‚ganz oben‘“, so Balbach.
Lehrkräfte haben – ob als Beamte oder als Tarifbeschäftigte –
Grundrechte wie jeder andere Bürger auch. Dass man sie in ihrer
Meinungsfreiheit beschneidet, um möglichst ungestört ein umstrittenes
schulpolitisches Projekt durchzusetzen, hält lehrer nrw für skandalös.
„Wir werden uns gegen eine solche Maulkorb-Politik entschieden zur Wehr
setzen“, kündigt Balbach an.
29.01.2011
Jochen Smets, Pressesprecher
Über „lehrer nrw“:
„lehrer nrw“ ist aus dem traditionsreichen Realschullehrerverband NRW hervorgegangen. lehrer nrw vertritt die Interessen der Lehrkräfte im Sekundarbereich, insbesondere an den über 550 Realschulen und den rund 670 Hauptschulen in NRW. Unter dem Dach des Deutschen Beamtenbundes (DBB) tritt lehrer nrw für ein vielgliedriges Schulsystem in öffentlicher und privater Trägerschaft ein.
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