Ohrfeige für die Landesregierung

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Ohrfeigelehrer nrw: Nach Urteil des OVG Münster muss Schulpolitik endlich wieder ins Parlament.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat das zentrale Projekt der Landesregierung gestoppt. „Wir sind dankbar für ein klares Wort zur rechten Zeit.  Wir begrüßen dieses Urteil, weil es die von Anfang an äußerst kritische Haltung von lehrer nrw gegenüber dem Modellversuch Gemeinschaftsschule bestätigt: Die Landesregierung wollte am Parlament vorbei Fakten schaffen, um eine neue Schulform einzuführen. Getarnt wurde das unter dem Mäntelchen des harmlosen Modellprojekts und einer Konsens-heischenden Bildungskonferenz, die der Versuch war, dazu eine außerparlamentarische Legitimation zu erhalten“, kommentiert Brigitte Balbach den Urteilsspruch aus Münster.


Nun ist klar: Schulpolitische Entscheidungen sollten nicht in Gerichtssälen und Konferenzen fallen, sondern im Parlament. „Wir fordern die Landesregierung auf, im Landtag eine ergebnisoffene Diskussion um ein zukunftsfestes Schulsystem zu führen. Der Modellversuch Gemeinschaftsschule hat enorme Unruhe bei Kommunen, Schülern, Eltern und Lehrkräften ausgelöst. In zahlreichen Kommunen sollen Realschulen geschlossen werden – oft gegen ihren Willen –, um Gemeinschaftsschulen Platz zu machen. Es wird Zeit, dass in die nordrhein-westfälische Schullandschaft wieder Verlässlichkeit einkehrt.“


09.06.2011

Jochen Smets, Pressesprecher

Über „lehrer nrw“:

„lehrer nrw“ ist aus dem traditionsreichen Realschullehrerverband NRW hervorgegangen. lehrer nrw vertritt die Interessen der Lehrkräfte im Sekundarbereich, insbesondere an den über 550 Realschulen und den rund 670 Hauptschulen in NRW. Unter dem Dach des Deutschen Beamtenbundes (DBB) tritt lehrer nrw für ein vielgliedriges Schulsystem in öffentlicher und privater Trägerschaft ein.

Zur lehrer nrw - Original-Pressemitteilung (im PDF-Format)

Die Pressemitteilung des OVG Münster