12. Mai 2010
VDR-Bundesvorsitzender Jürgen Böhm verweist auf Beliebtheit der Realschule in NRW und appelliert an CDU, „Tafelsilber nicht zu verschenken“In seiner Presseerklärung hebt der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, u. a. hervor: „Unter dem Strich und laut vorläufigem amtlichen Wahlergebnis hat jedoch zur Zeit keines der beiden Lager eine sichere Mehrheit; es sei denn, Rot-Grün sucht die Zusammenarbeit mit Linksaußen“, stellte der Bundesvorsitzende fest.
Damit sei der bisherige größere Regierungspartner, die CDU, bei Verhandlungen um eine Regierungsneubildung durchaus noch im Rennen.
Unter Bezug auf eine dimap-Umfrage vom vergangenen Januar hob Böhm noch einmal die darin festgestellte hohe Beliebtheit der Schulform „Realschule“ bei der nordrhein-westfälischen Elternschaft und bei der regionalen Wirtschaft hervor. Bei möglichen Koalitionsverhandlungen habe die CDU deshalb keinerlei Veranlassung, bei ihren schulpolitischen Überzeugungen zum gegliederten Schulwesen ausgerechnet bei der Realschule Zugeständnisse zu machen.
Nachdrücklich appellierte Böhm an die Landes-CDU, an der Realschule festzuhalten und sie nicht leichtfertig „als Tafelsilber auf dem Altar einer möglichen Koalitionsvereinbarung zu opfern“.
An die Adresse der SPD und der Grünen formulierte er, dass gerade die Realschulen die Schulen des sozialen Aufstiegs sind und unter den Wählern viele überzeugte Realschul-Eltern und erfolgreiche ehemalige Realschüler zu finden sind. „Wer Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig machen möchte, der kann auf die Qualität der Realschulen nicht verzichten.
Gleichmacherei und Verflachung in der Bildung sind die falschen Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart“, betonte der Bundesvorsitzende.
Zur Presseerklärung im Original (PDF-Datei, 46,5 KB)



