Demografiegewinne für alle
20. August 2010
lehrer nrw: Bevorzugung von Gemeinschaftsschulen vermeidenIm Zusammenhang mit der Vorstellung des Bildungsmonitors der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat Schulministerin Sylvia Löhrmann heute angekündigt, die durch die sinkenden Schülerzahlen frei werdenden Mittel im System zu belassen. lehrer nrw begrüßt diese Ankündigung, mit der Rot-Grün den Kurs der schwarz-gelben Vorgängerregierung in diesem Punkt fortsetzt. „Wichtig ist aber, dass diese Demografiegewinne allen Schulen in gleicher Gewichtung zugute kommen. Wir werden darauf achten, dass die von Rot-Grün angestrebten Gemeinschaftsschulen hier nicht bevorzugt werden“, betont Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.
Will die Landesregierung bessere Ergebnisse im Bildungsmonitor, wäre sie gut beraten, wenn sie in die Entlastung der Lehrkräfte investierte. „Darauf warten wir seit Jahren“, so Balbach. „Es kommt auf die Qualität des Unterrichts an, und dafür brauchen die Lehrerinnen und Lehrer mehr Ressourcen – durch kleinere Klassen, mehr Zeit und eine bessere personelle Ausstattung.“ Derzeit versandet viel zu viel Zeit und Energie in einem Wust von Verwaltungsaufgaben und einer stetig zunehmenden Fülle von Konferenzen. „Darum brauchen wir an den Schulen zum Beispiel Verwaltungsassistenten, Schulpsychologen und Sozialarbeiter – und zwar ohne Anrechnung auf Lehrerstellen. Damit wir uns endlich auf unser Kerngeschäft konzentrieren können: auf guten Unterricht.“
19.08.2010
Jochen Smets, Pressesprecher
Über „lehrer nrw“:
„lehrer nrw“ ist aus dem traditionsreichen Realschullehrerverband NRW hervorgegangen. lehrer nrw vertritt die Interessen der Lehrkräfte im Sekundarbereich, insbesondere an den über 550 Realschulen und den rund 670 Hauptschulen in NRW. Unter dem Dach des Deutschen Beamtenbundes (DBB) tritt lehrer nrw für ein vielgliedriges Schulsystem in öffentlicher und privater Trägerschaft ein.
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