Das Problem nicht bei der Wurzel gepackt

lehrer nrw sieht 350-Euro-Zulage für Neueinstellungen kritisch.

Das heute von Schulministerin Yvonne Gebauer vorgestellte Maßnahmenpaket zur Lehrergewinnung zeigt: Die Landesregierung hat erkannt, dass sie Geld in die Hand nehmen muss, um den Lehrerberuf attraktiver zu machen. 17 Millionen Euro stellt sie bis 2022 zur Verfügung, um Lehrkräften mit einer monatlichen 350-Euro-Zulage unbesetzte Stellen vornehmlich an unattraktiven Schulstandorten schmackhaft zu machen.

„Diese Maßnahme packt das Problem aber nicht bei der Wurzel, im Gegenteil: Eine solche Zulage für Neulinge wird zu Unfrieden in den Kollegien führen, denn dort bekommen dann andere weniger Geld, die an der gleichen Schule schon seit Jahren engagiert arbeiten“, sagt die lehrer nrw-Vorsitzende Brigitte Balbach. „Das Kernproblem bei der Bekämpfung des Lehrermangels bleibt die ungelöste Besoldungsfrage. Wenn die Landesregierung den Lehrerberuf attraktiver machen will, kommt sie um eine überzeugende Antwort auf diese Frage nicht herum.“ Die Forderung von lehrer nrw ist und bleibt: Alle grundständig ausgebildeten Lehrkräfte müssen nach A13 besoldet werden.
Für Bestandslehrkräfte muss ein Stufenplan zur schrittweisen Besoldungsanpassung aufgelegt werden. Und Seiteneinsteiger müssen Möglichkeiten zur Nachqualifizierung erhalten.

21.11.2019
Jochen Smets, Pressesprecher

Originalpressemitteilung (PDF-Format)

 


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