Drastische Maßnahme

Link zur Pressemitteilung vom 03.08.2020

Maskenpflicht ist eine enorme Herausforderung für Schüler und Lehrkräfte.

Mit der zunächst bis zum 31. August befristeten Maskenpflicht an weiterführenden Schulen greift die NRW-Landesregierung zu einer sehr einschneidenden Maßnahme. „Das ist eine enorme Herausforderung für Schüler und Lehrkräfte. Die Maskenpflicht schränkt die Kommunikation und damit das gesamte Unterrichtsgeschehen deutlich ein. Aus pädagogischer Sicht wäre ein Unterricht ohne Maske wünschenswert. Andererseits steigen die Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen deutlich an. Für lehrer nrw hat der Schutz aller am Schulleben Beteiligten immer höchste Priorität. Gleichzeitig wäre ein mehrwöchiger kompletter Lockdown des Schulsystems, wie wir ihn seit dem 16. März erleben mussten, nicht verantwortbar. Denn es hat sich klar gezeigt, dass das Lernen auf Distanz den Präsenzunterricht auch nicht ansatzweise ersetzen kann. Daher unterstützt lehrer nrw die von Schulministerin Yvonne Gebauer angekündigte Rückkehr zum Präsenzunterricht. Wenn das unter der gegenwärtigen erhöhten Corona-Gefahr nur mit einer Maskenpflicht umsetzbar ist, ist das eine drastische, aber im Sinne des Gesundheitsschutzes vertretbare Maßnahme“, erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.

Zum Thema Gesundheitsschutz ist jedoch ebenfalls anzumerken, dass es gerade bei den zu erwartenden hohen Temperaturen zum Schuljahresbeginn eine hohe Belastung für den Organismus ist, von morgens bis nachmittags ununterbrochen eine Mund-Nasen-Maske zu tragen. Auch dieser Aspekt gehört zur Fürsorgepflicht des Landes gegenüber Schülern und Lehrkräften. Daher wäre es aus Sicht von lehrer nrw sinnvoll, über Möglichkeiten zur Entlastung nachzudenken. So könnte zum Beispiel durch flexible Pausenzeiten ermöglicht werden, dass Schülerinnen und Schüler unter Einhaltung der Abstandsregeln auf dem Schulhof zumindest für einige Minuten die Maske abnehmen dürfen, um durchzuatmen. Auch für Lehrerinnen und Lehrer sollte es entsprechende Entlastungen geben, etwa durch Gesichtsvisiere statt Mund-Nasen-Masken.

03.08.2020
Jochen Smets, Pressesprecher


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