Erhebliches Risiko

Test- und Impfstrategie für die Schulen nach wie vor unzureichend.

Bei den derzeit rasant steigenden Infektionszahlen stellt die Öffnung der Schulen ab dem kommenden Montag ein erhebliches Risiko dar. Angesichts des aktuell sehr dynamischen Pandemie Geschehens ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass schon bald mehr als die bisherigen sechs Kreise und Städte über dem ohnehin bedenklich hoch angesetzten Inzidenzwert von 200 liegen werden. Das würde in den betroffenen Regionen wieder die Rückkehr zum Distanzunterricht nach sich ziehen.

Zwar wird Schulministerin Yvonne Gebauer nicht müde zu betonen, dass die Schulen keine Pandemietreiber sind, doch die Rahmenbedingungen, unter denen ab Montag wieder unterrichtet werden soll, lassen das Gegenteil befürchten, sagt Sven Christoffer, Vorsitzender von lehrer nrw: „Die unzureichende Test- und Impfstrategie der Landesregierung setzt alle am Schulleben Beteiligten einem hohen Risiko aus. Nach wie vor sind keine Impfungen für die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen in Sicht, wie die Ministerin heute in ihrer Pressekonferenz einräumte. Und es bleibt auch dabei, dass die vom Land georderten Selbsttests, die die Schülerinnen und Schüler in der Schule durchführen sollen, zu aufwändig, zu fehleranfällig und absolut nicht kindgerecht sind. Daher ist anzunehmen, dass die Lehrkräfte die Tests eben nicht nur beaufsichtigen, sondern gerade bei den jüngeren Jahrgängen auch aktiv assistieren müssen. Doch der Forderung nach geschultem Testpersonal verschließt sich die Landesregierung weiterhin. Parallel zu den Infektionszahlen wachsen damit Sorge, Unsicherheit und Enttäuschung an den Schulen.“

14.04.2021
Jochen Smets, Pressesprecher

Zur Original-Pressemitteilung (PDF-Datei)


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