Initiative für pädagogische Freiheit und Verantwortung: Es geht weiter

Am 13. November 2013 fiel auf dem Mülheimer Kongress der Startschuss für die „Initiative für pädagogische Freiheit und Verantwortung“.

Ihre Ziele und Beweggründe sind im „Mülheimer Aufruf“ zusammengefasst. Zahlreiche Menschen – nicht nur Verbandsmitglieder – haben den Mülheimer Aufruf seither unterstützt.

Dass dringender Handlungsbedarf besteht, hat gerade erst wieder Prof. Dr. Jochen Krautz, einer der Mit-Initiatoren der Initiative, in einem Interview mit lehrer nrw deutlich gemacht: „Auf der Grundlage struktureller Formelkompromisse werden eher unter der von der Öffentlichkeit bemerkten Oberfläche tiefgreifende Reformen umgesetzt, die auf wissenschaftlich mindestens fragwürdigen Annahmen beruhen. Beispielsweise wird mit dem sogenannten ‚Lehrer als Lernbegleiter‘ ein aller pädagogischen Einsicht und Erfahrung widersprechendes Konzept quasi verbindlich gemacht. Oder die immer weiter vorangetriebene ‚Kompetenzorientierung‘, ein wissenschaftlich unhaltbares und völlig ungeklärtes Konzept, das nachweislich das Bildungsniveau senkt.“
Unter erheblicher Einflussnahme von demokratisch nicht legitimierten Organisationen wie der OECD und der Bertelsmann-Stiftung wird dieser Umbau in Nordrhein-Westfalen betrieben. Die Initiative für pädagogische Freiheit und Verantwortung wendet sich gegen diesen Prozess. Die ersten Reaktionen zeigen, dass die Aktion einen Nerv getroffen hat.
Der Verband Deutscher Realschullehrer und der Deutsche Lehrerverband sind der Initiative bereits beigetreten. Sie zieht inzwischen auch in den VDR-Landesverbänden Kreise. So hat gerade erst die Vorsitzende der „Interessenvertretung Lehrkräfte Schleswig-Holstein“, Grete Rhenius, zur Unterstützung für die Initiative aufgerufen: „Zeigen wir, dass wir Rückgrat haben, dass wir uns wehren gegen diese ausschließlich ideologisch motivierte Bildungspolitik.“
Nun muss es weitergehen. Zum Beispiel mit den Mit-Initiatoren der Initiative, Prof. Dr. Jochen Krautz und Dr. Matthias Burchardt: Beide haben sich bereit erklärt, bei Veranstaltungen in NRW als Referenten und Diskutanten zur Verfügung zu stehen. So können zum Beispiel Schulen oder auch lehrer nrw-Kreisverbände die beiden Bildungswissenschaftler für Informationsveranstaltungen buchen (ab einer Teilnehmerzahl von ca. 50 Personen).
Nähere Informationen gibt es in der lehrer nrw-Geschäftsstelle, Tel. 0211/1640971, info@lehrernrw.de

01-2014


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