Konsequent bleiben!

lehrer nrw: Weg der Kontaktvermeidung durchhalten, damit Schulen, wenn möglich, ab Mitte Februar wieder öffnen können.

Die Fortführung der Schulschließungen in NRW bis einschließlich 12. Februar ist schmerzlich, aber angesichts der aktuellen Pandemielage und der Bedrohung durch Virus-Mutationen richtig und verantwortungsvoll. Anders als andere Bundesländer setzt NRW die Bund-Länder-Beschlüsse zur Pandemie-Bekämpfung auch an den Schulen weiterhin konsequent um. „Ziel muss es sein, die Schulen nicht sofort für einige wenige, sondern ab dem 15. Februar für möglichst viele wieder zu öffnen“, betont Sven Christoffer, Vorsitzender von lehrer nrw. „Abhängig vom Infektionsgeschehen muss dann entschieden werden, in welchem Umfang der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden kann. Falls, wie anzunehmen ist, kein Vollbetrieb möglich ist, plädiert lehrer nrw für Wechselmodelle aus Präsenz- und Distanzlernen, damit alle Schüler ein Angebot bekommen.“

Durch den Distanzunterricht leisten die Schulen einen wichtigen Beitrag zur Kontaktvermeidung. Auch wenn das den Lehrkräften, Schülern und Eltern viel abverlangt, ist NRW beim digitalen Lernen – trotz einiger Unzulänglichkeiten – inzwischen relativ gut aufgestellt. „Die Schulen haben frühzeitig begonnen, eigene Konzepte für das Lernen auf Distanz zu entwickeln – das zahlt sich jetzt aus“, so Christoffer.

Wichtig ist, dass die Landesregierung nun abgestufte Szenarien entwickelt, wie der Präsenzunterricht in Abhängigkeit von der Pandemielage ab dem 15. Februar wieder anlaufen kann. Auch Fragen zum Beispiel zur Durchführung der Lernstandserhebungen in Klasse 8 und der Zentralen Prüfungen in Klasse 10 müssen zeitnah beantwortet werden. Mit Blick auf die ZP 10 fordert lehrer nrw, die normalerweise zentral gestellten Aufgaben durch eine von den Lehrkräften erstellte Prüfung zu ersetzen. Das hat sich schon im letzten Schuljahr bewährt und würde dem individuellen Lernstand der Kinder Rechnung tragen, die in diesem Schuljahr unter sehr unterschiedlichen und teils schwierigen Bedingungen lernen mussten.

26.01.2021
Jochen Smets, Pressesprecher

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