Manipulativ und unredlich

Auszug aus der Pressemitteilung vom 13.03.2019

lehrer nrw: Wirtschaft und Demokratie nicht gegeneinander ausspielen.

Der Antrag der rot-grünen Opposition zur Stärkung der Demokratiekompetenz verfolgt in erster Linie ein Ziel: das Fach Wirtschaft zu verhindern. SPD und Grüne lehnen das Fach Wirtschaft seit jeher ab – deshalb hat die damalige Schulministerin Sylvia Löhrmann 2014 auch den sehr erfolgreichen Modellversuch „Wirtschaft an Realschulen“ eingestampft. „SPD und Grüne spielen aus ideologischen Gründen Demokratie und Wirtschaft als Fächer bzw. Unterrichtsinhalte gegeneinander aus. Der gemeinsame Antrag ‘Mehr Demokratie wagen‘ gibt vor, Demokratiekompetenz fördern zu wollen, ist aber letztlich nicht mehr als ein schlecht getarnter Angriff auf das von der CDU-FDP-Landesregierung geplante Fach Wirtschaft. Das ist manipulativ und unredlich. Von einem ausgeprägten Demokratieverständnis zeugt diese Vorgehensweise nicht“, sagte die lehrer nrw-Vorsitzende Brigitte Balbach heute in einer Expertenanhörung im Landtag.

Klarzustellen ist: Demokratie ist die Basis unseres Zusammenlebens. Sie ist deshalb der rote Faden allen schulischen Tuns. Demokratische Bildung muss aus Sicht von lehrer nrw Teil eines jeden Unterrichtsfachs sein. Dem steht das Fach Wirtschaft überhaupt nicht entgegen – im Gegenteil: Dass Wirtschaft einen demokratischen Rahmen braucht, ist gerade in Zeiten einer globalisierten und digitalen Welt die oberste Maxime. Nicht zuletzt darauf zielt das Fach Wirtschaft ab. Kernziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern zu erziehen und nicht zu kritiklosen Konsumenten. Dazu gehört auch wirtschaftliche Alltagskompetenz, etwa im Hinblick auf den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Das Fach Wirtschaft sollte grundlegende Einsichten in strukturelle Zusammenhänge von Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt, Politik und Recht vermitteln.
Selbstverständlich erfordert das auch erhebliche Investitionen in die Lehreraus- und -fortbildung.
„Demokratie und Wirtschaft schließen einander nicht aus, sie bedingen einander. Hier liegt der ideologische Denkfehler von Rot-Grün“, betont Balbach.

13.03.2019
Jochen Smets, Pressesprecher

Zur Originalpressemitteilung (PDF-Datei)


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