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Nur kein Neid

Schweizer Schulen seien digital besser ausgestattet, wurde der Gastbeitrag einer Schweizer Gymnasiallehrerin in der FAZ anmoderiert - und seien doch nicht glücklicher mit dem digitalen Lernen. Am Ende hängt es gar nicht von digitalen Endgeräten ab, ob Unterricht funktioniert?

Schweizer Schulen seien digital besser ausgestattet, wurde der Gastbeitrag einer Schweizer Gymnasiallehrerin in der FAZ anmoderiert – und seien doch nicht glücklicher mit dem digitalen Lernen. Am Ende hängt es gar nicht an den digitalen Endgeräten, ob Unterricht funktioniert?

„Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern lassen sich nicht so einfach auf den 13 Zoll großen Bildschirm eines Laptops übertragen“ beginnt der Beitrag von Julia Heier Ende Mai in der Faz – und appelliert an ihre deutschen Kollegen, daran zu denken, „dass der technisch-neidische Blick deutscher Lehrender beispielsweise nach Norwegen oder in die Schweiz ohne kritische Betrachtung nicht weit genug gedacht ist. Dass die technische Verfügbarkeit eines eigenen multifunktionalen Kommunikationstools sowie eines stets verfügbaren Systemadministrators, nach dem sich gerade viele Eltern sowie nicht zwangsvirtualisierte Lehrende sehnen, nicht ausschlaggebend für nachhaltiges Lernen sind. (…) einmal mehr wird deutlich, dass Lernen über Beziehung stattfindet – die eben nicht ohne weiteres über Webcams geführt und mit den eigenen Kindern zu Hause geteilt werden kann. Wir haben die technischen Mittel, nach denen ihr euch sehnt – und es funktioniert trotzdem nicht.“.

Julia Heier: Nur kein Neid (FAZ, 30. Mai 2020)