Ein wichtiges Signal für die pädagogische Freiheit

Auszug aus der Pressemitteilung vom 17.02.2017

lehrer nrw begrüßt Freispruch für den Lehrer Phillip Parusel.

Das Urteil im Prozess gegen den Lehrer Phillip Parusel ist das einzig richtige. „Alles andere als ein Freispruch wäre ein verheerendes Signal für die Autorität der Lehrkräfte gegenüber Schülern sowie für die pädagogische Freiheit. Es darf nicht sein, dass Lehrkräfte befürchten müssen, vor ein Gericht gezerrt zu werden, wenn sie eine unpopuläre pädagogische Entscheidung treffen. Daher ist es gut, dass das Landgericht Düsseldorf heute mit seinem Urteil ein Zeichen gesetzt hat“, erklärt die lehrer nrw-Vorsitzende Brigitte Balbach. Das Gericht hat sich der Argumentation des Strafverteidigers Andreas Vorster angeschlossen, wonach im Verhalten von Phillip Parusel weder eine Freiheitsberaubung noch eine Körperverletzung zu erkennen ist.

lehrer nrw begrüßt sehr, dass das erstinstanzliche, hochgradig fragwürdige Urteil des Amtsgerichts Neuss (Verwarnung mit Strafvorbehalt) damit revidiert ist.

Es bleibt festzuhalten, dass der Lehrer eine Unterrichtsstunde beendet und nicht der Gong. „Der Freispruch ist ein wichtiges Signal für die pädagogische Freiheit, die das Herzstück des Lehrerberufs ist“, betont Balbach. „Wohlgemerkt: Pädagogische Freiheit heißt nicht, dass der Lehrer machen kann, was er will. Er muss mit dieser pädagogischen Freiheit verantwortungsbewusst umgehen und Entscheidungen treffen, die der jeweiligen Situation angemessen sind. Dafür sind Lehrkräfte ausgebildet. Und das funktioniert im schulischen Alltag im Großen und Ganzen sehr gut.“

17.02.2017

Jochen Smets, Pressesprecher

Originalpressemitteilung (PDF-Datei)