Keine Denkverbote bei der Integration

lehrer nrw sieht Vorschlag von Schulministerin Gebauer positiv.

Der Vorschlag von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, für Flüchtlingskinder in den Herbstferien Sprachförderangebote an den Schulen zu schaffen, ist unkonventionell, weist aber in die richtige Richtung. Integration ist eine der größten Herausforderungen für das Schulsystem, aber auch für die Kinder, die mit Flucht-Hintergrund nach Deutschland gekommen sind.

„Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Hier müssen wir auch ungewöhnliche Wege gehen. Dafür mit entsprechenden Anreizen auf freiwilliger Basis Lehrkräfte, Pensionäre oder Lehramtsstudenten zu gewinnen, um das Ferienangebot zu ermöglichen, ist ein guter Ansatz“, kommentiert die lehrer nrw-Vorsitzende Brigitte Balbach die Vorschläge der Ministerin.

„Grundsätzlich erfordert die schulische Integration von Flüchtlingskindern vielfältige Lösungswege. Eine völlige Separierung hilft ebenso wenig wie der Ansatz der rot-grünen Vorgänger-Regierung, Flüchtlingskinder möglichst sofort in die Regelklassen zu schicken“, so Balbach.

lehrer nrw plädiert für Vorbereitungsklassen oder -gruppen, in denen neu zugewanderte Kinder insbesondere mit gezielter Förderung zum Erwerb der deutschen Sprache auf den Unterricht in Regelklassen vorbereitet und dann Schritt für Schritt in den Regelschulbetrieb integriert werden. „Das geflüchtete Kind muss im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen. Wir sollten ohne ideologische Schranken denken lernen“, erklärt Balbach.

04.07.2017
Jochen Smets, Pressesprecher 

Originalpressemitteilung (PDF-Datei)



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