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lehrer nrw ·

3/2017

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TITEL

Die Schul-Wahl

Am 14. Mai findet die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen statt. Richtungweisend wird sie vor

allem in Sachen Bildungspolitik, die auch eines der stärksten Wahlkampfthemen war. Inklusion,

Integration und Schulstruktur sind nur einige der Großbaustellen, auf denen Fortschritte drin-

gend nötig sind. Auf Anfrage von

lehrer nrw

haben alle aktuell im Landtag vertretenen Parteien

ihre schulpolitischen Positionen dargelegt.

Schulen entlasten – Unterrichtsqualität erhöhen

Kinder brauchen keine

schulpolitischen Superhelden.

Wohl aber eine Schulpolitik, die die

Schülerinnen und Schüler – und nicht

Ideologie – ins Zentrum ihres Tuns stellt.

Foto:

Rawpixel.com/Fotolia

Die Bildungsforschung belegt: Für den Bildungserfolg von

Kindern und Jugendlichen ist es erforderlich, ihren unter-

schiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Ansprüchen ent-

sprechend ein differenziertes Bildungsangebot vorzuhalten.

Jede Schulpolitik muss vielfältige Bildungswege eröffnen.

Die CDU-Landtagsfraktion setzt daher auf Kontinuität im

Schulsystem als einem wesentlichen Erfolgsfaktor für Bil-

dung. Hauptanliegen unseres schulpoliti-

schen Handelns ist dabei die Qualität des

Unterrichts. Im Zentrum des Unterrichtsge-

schehens stehen die Lehrerinnen und Lehrer

mit ihren pädagogischen Fähigkeiten und ihrem Engage-

ment. Ihre Leistung muss mehr als bisher unterstützt und

gefördert werden. Denn Unterricht ist erst dann erfolgreich,

wenn er das Verstehen von Sachverhalten in den Mittel-

punkt stellt.

Die Unterrichtsqualität soll durch die Stärkung von Fach-

lichkeit und Sachorientierung verbessert werden. Die Lehr-

pläne müssen in diesem Sinne überarbeitet werden. Die Re-

levanz von Inhalten bemisst sich hierbei an der zu entwi-

ckelnden Urteils- und Kritikfähigkeit der Schülerin-

nen und Schüler.

Damit die Lehrerinnen und Lehrer all ihre Kraft in

den Unterricht investieren können, müssen unsere

Schulen von unnötiger Bürokratie befreit werden.

Sämtliche Berichtspflichten und sämtliche Pflichten

zur Erstellung von speziellen Programmen müssen

auf ihre pädagogische Relevanz hin geprüft werden.

Die notwendigen organisatorischen Aufgaben, die

nicht unmittelbar mit dem Unterricht und der Lei-

tung von Schulen zu tun haben, sollen durch Schul-

verwaltungsassistenten geleistet werden.

Das Konzept der eigenverantwortlichen Schule

hat sich bewährt und muss weiter gestärkt werden.

Vorrangige Aufgabe einer modernen Schulaufsicht

ist es heute, die Schulen bei ihrer Arbeit zu unter-

stützen.

Schulen und Lehrerinnen und Lehrer entlasten, die

Unterrichtsqualität verbessern – dieser Zweiklang

ist Leitlinie christdemokratischer Bildungspolitik.