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Rot-grüne

Leistungs-

nivellierung

lehnen wir ab

Die Freien Demokraten wollen, dass

in Nordrhein-Westfalen beste Bil-

dung vermittelt wird. Wir wollen die

Vielfalt unseres Schulsystems erhal-

ten, faire Chancen für alle Schulfor-

men, Qualität steigern und Wahl-

möglichkeiten erhalten. An allen

Schulformen müssen hohe Leis-

tungsstandards etwa bei inhaltli-

chen Anforderungen oder Notenver-

gaben gesichert sein – hierzu zählt

auch äußere Differenzierung. Die

rot-grüne Leistungsnivellierung leh-

nen wir ab.

Benachteiligungen einzelner

Schulformen wollen wir beenden.

Als einzige Partei hat die FDP in den

letzten Jahren im Parlament zum

Beispiel vielfältige Initiativen zur

Unterstützung der Realschulen ge-

stellt, während andere die Schul-

form offenbar erst kurz vor der Wahl

wiederentdecken. Wir wollen Schu-

len in einem ersten Schritt eine min-

destens 105-prozentige, mittelfristig eine 108-prozentige Lehrerversorgung ermöglichen und jeder

Schule Unterstützung durch Sozialpädagogen sichern. Und wir möchten ein ordentliches Schulfach

‘Wirtschaft’ einführen. Die Lehrkräfte sollen durch eine hochwertige Fortbildungsoffensive und Anreiz-

systeme stärker unterstützt und von Bürokratie entlastet werden.

Wir wollen durch Schulfreiheit mehr Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Bei der katastrophalen

Umsetzung der Inklusion fordern wir verbindliche Basisstandards. Wenn diesen nicht entsprochen

wird, dürfen vorerst keine inklusiven Lerngruppen gebildet werden. Die FDP fordert, vermehrt Schwer-

punktschulen zu bilden und die Schließungswelle von Förderschulen zu stoppen. Für die erfolgreiche

Integration von Flüchtlingskindern müssen Schulen weiter zunächst externe

Klassen bilden können, sie brauchen aber vor allem verlässliche Unterstüt-

zung durch multiprofessionelles Personal.

TITEL

11

3/2017 ·

lehrer nrw

Wir machen unsere Schulen fit

für die beste Bildung

Die Schüler-Lehrer-Relation ist für die nordrhein-westfälische SPD die Ba-

sis für eine gute Unterrichtsversorgung, deshalb werden wir sie an allen

Schulen weiter verbessern. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren

unter anderem mit der Wiederbesetzung aller freiwerdenden Stellen und

mit zusätzlich rund 6500 neuen Stellen für die Integration

von Geflüchteten sowie der Sicherung von 1500 Stellen im

Bereich der Schulsozialarbeit eine gute Grundlage ge-

schaffen.

Wir werden ebenso Unterrichtsausfall reduzieren. Dafür

brauchen wir nicht nur mehr Transparenz über die Ursa-

chen sondern vor allem mehr Flexibilität beim Einsatz von

Vertretungskräften und eine stärkere Eigenverantwortung

bei der Stellenbewirtschaftung durch die Schulen selbst. Über einen

Sozialindex werden wir künftig die Zuweisung von Personalressourcen

auch daran orientieren, wo besonders viele Kinder und Jugendliche mit

Förderbedarfen oder in besonderen Lebenslagen unterrichtet werden.

Durch gezielte Anreize wollen wir Lehrkräfte für die Arbeit in diesen

Stadtteilen motivieren.

Große Schulen entlasten wir gezielt in Abstimmung mit den Kommu-

nen durch eine Verwaltungskraft. Das Programm zur sozialen Arbeit an

Schulen setzen wir fort und investieren mit dem Programm ‘Gute Schule

2020’ zwei Milliarden Euro, um den Investitionsstau in den Klassenzim-

mern aufzulösen.

Wir machen G9 wieder an jedem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen

möglich: Mit der Verlängerung der Sekundarstufe I von fünf auf sechs

Jahre geben wir so auch Schülerinnen und Schülern dieser Schulform wie-

der mehr Zeit zum Lernen und Leben. Auch ein mittlerer Abschluss kann

dann wieder am Gymnasium erreicht werden. Wer bei G8 bleiben will,

kann die Oberstufe individuell auf zwei Jahre verkürzen. So ebnen wir

den Weg für einen individuellen Lernerfolg.