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FORUM

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3/2017 ·

lehrer nrw

Liebe Lehrerin,

lieber Lehrer,

S

S

ie sind einer der wichtigsten Menschen

im Leben unserer Kinder! Wir Eltern schi-

cken unsere Kinder im Vertrauen darauf zur

Schule, dass sie Wissen und Können erwer-

ben, dass sie eine Wertevermittlung erfah-

ren, um später in Berufsausbildung und Stu-

dium bestehen und unser Gemeinwesen

verantwortlich

mitgestalten

zu können.

Leider müs-

sen wir fest-

stellen, dass

eine verfehlte

Schulpolitik es

Ihnen zuneh-

mend er-

schwert, Ih-

rem Bildungs-

auftrag ge-

recht zu wer-

den, und dass

berechtigte

Erwartungen

von uns Eltern

unbeachtet

bleiben.

Die Schulpolitik setzt unsere Kinder frag-

würdigen Methoden wie ‘selbstgesteuer-

tem’ und ‘individualisierendem’ Lernen aus

und drängt abwechslungsreichen Klassen-

unterricht zugunsten von abzuarbeitenden

Arbeitsblättern und verstärktem Computer-

einsatz zurück. Kinder lernen aber nicht ‘di-

gital’, sondern von und mit anderen Men-

schen.

Sie als Lehrerin und Lehrer sollen nicht

mehr unterrichtender und erziehender Päda-

goge, sondern nur noch Organisator und Be-

gleiter (‘Coach’) sein – so, als hätten Kinder

und Pubertierende bereits die Reife und

Selbstständigkeit, die sie in der Schule ei-

gentlich erst erwerben sollen.

Die Anhäufung von unsystematisch anei-

nander gereihten Kompetenzen verdrängt

zunehmend den sachlogischen Aufbau von

Unterricht. Anleitung, Übung und Korrektur

kommen zu kurz. Wir beobachten eine stän-

dige Niveauabsenkung bei Lern- und Prü-

fungsinhalten.

Die überhastete Inklusionspolitik mit un-

zureichender personeller Ausstattung ver-

schärft die Problemlage. Das alarmierende

Ergebnis ist, dass unsere Kinder in der Schu-

le immer weniger Wissen und Können er-

werben und Schulabgänger die Vorausset-

zungen für Berufsausbildung und Studium

nicht mehr mitbringen.

Auf der Basis der Landesverfassung NRW

Art. 8 (1) fordern wir daher, dass unsere Kin-

der das lernen, was sie im Leben brauchen.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir uns da-

für einsetzen, dass unseren Kindern in der

Schule wieder kulturelle Grundlagen und

Werte vermittelt werden. Deshalb möchten

wir, die Initiative ‘Eltern für eine gute Schu-

le’, Sie herzlich zur Zusammenarbeit mit uns

Eltern einladen!

Bitte leiten Sie unseren Elternbrief

www.eltern-für-eine-gute-schule.de

an

möglichst viele Eltern weiter! Lassen Sie uns

gemeinsam daran arbeiten, dass Schule ein

Ort der Bildung ist!

Stefan Martens

Initiative ‘Eltern für eine gute Schule’

Vater zweier Töchter

Stefan Martens