lehrer-nrw-Pensionäre im Kölner Dom

lehrer nrw-Besuchergruppe vor dem Kölner Dom
Ägilolphusaltar
Mailänder Madonna
Dreikönige-Schrein

Am 2. Dezember d. J. trafen sich die Pensionäre wieder, um sich gemeinsam kulinarischen und kulturellen Meisterleistungen der Stadt zu widmen. Nach einem deftigen Mittagessen im Husarenstall des Restaurants „Im Stapelhaus“ am Rhein schlenderten wir – teils mit einem kurzen Schlenker über einen Weihnachtsmarkt - zum Dom. Dort erwartete uns eine charmante Domführerin, die uns in den folgenden 1 ½ Stunden in ihren Bann zog.

Mit dem Bau des Langhauses wurde im 13. Jh. begonnen. Nach mannigfaltigen Ergänzungen, Erweiterungen, Um- und Anbauten, einer 300-jährigen Baupause und den üblichen Problemen bei einem solchen Projekt wurde der Dom schließlich im 19. Jh. fertiggestellt.

Beim Rundgang durch den Dom hauptsächlich um die Chorhalle zeigte und erläuterte uns die Domführerin berühmte und bedeutende Kunstwerke:

  • Der Agilolphusaltar, einer der bedeutendsten Antwerpener Schnitzaltäre aus dem 16. Jh.;
  • das Gero-Kreuz aus dem 10. Jh.;
  • das „bunte“ Fenster, im Jahre 2007 von dem einheimischen Künstler Gerhard Richter angefertigt, wobei wir bei der Veranschaulichung durch die Führerin einige Verständnisse für die scheinbar nur einfach zusammengewürfelten farbigen Glasscheiben bekamen. Es gibt so einige Besonderheiten im Bild, z. B. die Spiegelungen der Farbkombinationen in den unterschiedlichen Fensterteilen;
  • die Marienkapelle mit dem Altar der Stadtpatrone (Stefan Lochner)
  • die Mailänder Madonna (die mal abgebrannt war) und
  • das Hochgrab des wohl berühmtesten Erzbischofs und Erzkanzlers von Köln, Reinald von Dassel. Dieser hat im 12. Jh. die Gebeine der „Heiligen drei Könige“ von Mailand nach Köln gebracht, weshalb die Stadt jahrhundertelang eine viel besuchte Pilgerstätte war. Die Reliquien werden aufbewahrt im
  • Dreikönigenschrein in der Chorhalle, der größten Goldschmiedearbeit des Mittelalters in Europa.
  • Ein besonderes Objekt stellte das letzte uns vorgestellte Fenster im Dom dar: es war eine Geschenk des Gründers der modernen Elektronikkette  „Saturn“ an seine Frau zur Goldenen Hochzeit, deswegen die Darstellung des Saturn in der rechten unteren Ecke des Fensters.

Die ausgezeichnete Domführerin wusste uns diese Kunstwerke in äußerst verständlicher Weise nahe zu bringen, mit ihrer „Kölschen Mentalität“ bekamen die Erklärungen noch zusätzliches Gewicht, so dass wir fasziniert die Kirche verließen.

Im nächsten Jahr wollen wir dem Dom aufs Dach steigen.
Ein anschließender Besuch des Cafés Reichard durfte natürlich – wie in jedem Jahr - nicht fehlen.
Für viele von uns war es Pflicht, anschließend noch einige Weihnachtsmärkte in der Innenstadt aufzusuchen.

Ulrich Jers u. Konrad Dahlmann

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