Kultur pur inmitten schöner Landschaft

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Man trifft sich
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Pfarrhaus aus dem Sauerland
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Pfarrhaus aus dem Sauerland
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Fahrt mit dem Pferdewagen
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Im Fotoatelier Kuper

Am Donnerstag, dem 13.August 2015, trafen sich die lehrer nrw-Seniorinnen und -Senioren um 11 Uhr am Museumseingang des größten Freilichtmuseums Deutschlands bei Detmold.
Sie waren zum Teil weit angereist, hatten das Museum für westfälische Fachwerkbauten der letzten 500 Jahre entweder noch nie gesehen oder sie waren mit ihren Schülerinnen und Schülern auf Schulausflügen vor langer Zeit dort gewesen.
So waren alle positiv überrascht, was das Museum heute zu bieten bzw. wie es sich weiterentwickelt hat. Immer wieder sind in den vergangenen Jahren neue Gebäude dazugekommen, und was sehr interessant ist, sie sind in unterschiedlichen Zeiten „eingefroren“ worden, d.h. wir sahen ein Haus, das bezüglich seiner Entstehung und der Ausgestaltung seiner Fassade evtl. 4oo Jahre alt ist, in einem Zustand z. B. um 1830. Die Einrichtung ist aus diesen Jahren, es sind „moderne“ Um- und Anbauten zu sehen. Das alles brachte uns die sehr kompetente Führerin Frau Petzholdt auf unterhaltsame Weise nahe.

Nach einer Pferdewagenfahrt etc. bis zum Paderborner Dorf konnte zunächst jeder auf eigene Faust einen kleinen Rundgang durch das Haus Schwenger mit dem Fotoatelier Kuper aus Rietberg unternehmen und sich die Ausstellung mit dem Thema des letzten Jahres „Der Erste Weltkrieg in Fotographien“ ansehen. Beeindruckend fanden viele die Foto-Dokumentation - Photographien und Postkarten der Jahre 1914 – 1918 - zu sechs Themenschwerpunkten zum Ersten Weltkrieg.
Am Ende stand für die Gruppe ein Fototermin im Original-Freilichtstudio vor bemalter Hintergrundkulisse mit dem allerdings aus der Jetztzeit stammenden Fotografen Guido.

Im Haus Uhlmann, Kololnialwaren-Laden, dem Haus eines Juden aus Ovenhausen bei Höxter, der dort bis zur Deportation 1938 lebte und einen kleinen Laden betrieb, konnte man auf interessante Parallelen zur „ Judenbuche“ der Annette von Droste-Hülshoff stoßen. Eine moderne „Klagemauer“ lädt jeden Besucher ein, Äußerungen zu hinterlassen.
Das Mittagessen à la carte am vorbestellten Tisch im „Weißen Ross“, einem der drei historischen Gasthäuser, bot Zeit und Raum für private Gespräche, Rückblicke und eine Vorausschau von Herrn Dahlmann auf weitere Veranstaltungen in 2015: den Besuch in der bekannten Orgelfabrik Klais in Bonn am 12. September und den Besuch von Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven vom 23.-27. Oktober sowie auch schon auf die große Fahrt nach Potsdam und Berlin im April 2016.
Durch die Sonderausstellung „Geraubte Jahre. Alltag der Zwangsarbeit in Westfalen", ( Fotos P1 und P2) bei der es um Zwangsarbeiter und –arbeiterinnen der NS-Zeit geht, die in westfälischen Kleinbetrieben und auf Bauernhöfen zum Einsatz kamen, bot sich immer wieder durch neue Informationen auf z. T. metallenen Stellwänden - so auch auf dem Spaziergang durch das Sauerländer Dorf  mit u. a. einer neu aufgebauten Tankstelle und der alten Kapellenschule.

Der Weg führte vorbei an der Hauben- oder Kappenwindmühle, einer Wassermühle, dem Armenhaus aus Rinkerode, bis wir zum Abschluss des Rundgangs im Tiergartencafé im Wäldchen bei Kaffee und Kuchen eine weitere Rast einlegten und uns kritisch auseinandersetzten mit der regionalen Geschichte.

Angenehm war auch das Wetter: hochsommerliche Temperaturen mit einem leichten, erfrischenden Lüftchen.
Gertrud Tölle

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Kolonialwarenhaus Uhlmann
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Wohltuende Mittagspause
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Armenhaus aus Rinkerode
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Sonderausstellung "Geraubte Jahre - Alltag der Zwangsarbeit in Westfalen"
Sonderausstellung "Geraubte Jahre - Alltag der Zwangsarbeit in Westfalen"
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Blick in die Kapellenschule
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Abschlussrunde bei Kaffee und Kuchen