Ein erster Exkursionsgruß

Beim Besuch im Burges Zoo

Herzlich grüßen unsere reisefreudigen Senioren aus den Niederlanden.
Heute haben sie sich am Burges Zoo in Arnheim getroffen. Morgen werden sie das van Gogh Museums im Park De Hoge Veluwe besuchen und evtl. nachmittags noch eine Jagdhausführung auf dem Programm haben.
Für den dritten Tag ist morgens ein Besuch des Schlosses Het Loo mit Gruppenführung „Königstour“ vorgesehen.

Als Daheimgebliebene wünschen wir der Gruppe viele gute Eindrücke.


 

Foto vom zweiten Tag

Pensionäre am zweiten Tag in den Palisaden (Kunstwerk von Ebert Strobos) im Skulpturenpark des Kröller-Müllermuseums in der Hogen Veluwe

Eindrücke unserer Herbstfahrt 2016 nach Holland

In Burger' s Zoo
1. Tag: In Burger`s Zoo
1. Tag: In Burger`s Zoo
1. Tag: In Burger`s Zoo
2. Tag: De Hoge Veluwe im Kröller-Müller-Museum
2. Tag: De Hoge Veluwe, Gang zum Skulpturenpark
2. Tag: De Hoge Veluwe, im Skulpturenpark
2. Tag: De Hoge Veluwe, im Skulpturenpark
2. Tag: De Hoge Veluwe, im Skulpturenpark
2. Tag: De Hoge Veluwe, an einer Fahrradstation
3. Tag: Deventer, Gruppe vor Schloss
3. Tag: Deventer, Modell der Schlossanlage
3. Tag: Deventer, Teilansicht des Schlosses
3. Tag: Deventer, "gemütliche Ecke" im Schloss
3. Tag: Deventer, Abschied
Herbstfahrt der Senioren des Verbandes lehrer nrw nach Holland vom 25. bis 27. Oktober 2016
1. Tag Dienstag, 25.Oktober 2016 Besuch im Burgers’ Zoo

Die Anfahrt war individuell mit PKW oder Bahn; Treffpunkt der „Königliche Burger`s Zoo“ im Norden von Arnheim. Schon am Eingang zeigt uns eine riesige Nachbildung eines Gorillas, wer hier im Zoo das Sagen hat und Publikumsliebling ist. Das Sagen für uns hat natürlich Konrad Dahlmann, der Vorsitzende der Senioren-Abteilung unseres Verbandes und Organisator der Reise.

Der Zoo wurde 1913 von Johann Burgers (Beruf Metzger!) gegründet und es entstanden im Laufe der Zeit sieben verschiedene Bereiche. Sechs davon haben als Thema ein bestimmtes Ökosystem der Erde:
Burger`s Park: Hier sehen wir asiatische Elefanten, Pinguine, Erdmännchen, Mohrenmakakis, Nasenbären, Gorillas.

Burger`s Safari stellt die 0stafrikanische Savannenlandschaft dar. Früher konnte man mit dem PKW durchfahren, heute ist es eine „Wandersafari“, in der wir zu Fuß in dem weiträumigen Gelände Zebras, Rotschild-Giraffen, Breitmaulnashörner, Pferdeantilopen, afrikanische Löwen, Geparden von einem höer liegenden Steg beobachten können.

Burger`s Desert stellt den Lebensraum einer Felsenwüste aus Arizona dar. Je nach Jahreszeit ist es in dieser Halle kühl oder brüllend heiß. In dieser lebensfeindlichen Wüste entdecken wir erst nach genauem Hinsehen Dickhornschaf, Rotfuchs, Rote Diamant-Klapperschlange, Kaktusmaus, Katzenfrett, Stinktier, Truthahngeier, Weißflügeltaube, Socorrotaube (Die seltenste Tierart auf dem Gelände) inmitten einer interessanten Kakteenlandschaft.

Burger`s Rimba (Wald oder Dschungel) stellt die Tiere in den Wäldern des tropischen Asiens dar. Rimba wurde 2008 durch ihre königliche Hoheit Prinzessin Margriet offiziell eröffnet. Wir sehen Malaienbären, Sumatra-Tiger, Gibbons, Schweinsaffen, Warane, Pythons, Schimpansen, Gorillas.

Burger`s Busch, eine Entdeckungsreise in den tropischen Regenwald. Wir genießen nach dem kühlen, feuchten, holländischen Herbsttag die feuchte Wärme und die bunte Farbenpracht der tropischen Pflanzenwelt. Lange und genau hinsehen müssen wir, um Tiere zu entdecken. So fliegt vor uns ein Flughund (ähnlich einer großen Fledermaus) auf. Hier leben Erdferkel, zwei faszinierende riesengroße Rundschwanzseekühe (400 Kilo schwer), Wasserschweine, Leguane, Breitschnauzenkaimane, Welse, Schildkröten, Pfauenaugen, rote Ibisse.

Im Busch-Restaurant stärken wir uns mit den legendären leckeren holländischen Pommes.

Burger`s Ozean vermittelt uns einen Tauchgang in der Korallensee. An Riffen und Korallen tummelt sich eine unendlich bunte Vielfalt von Fischen. Mir gefallen die beiden großen weißen Gitarrenrochen, die geruhsam am Boden entlangziehen.
Burger`s Mangrove, eine riesige Halle, ist noch im Bau. Hier sollen im Sommer 2017 die riesigen Rundschwanzkühe einziehen, so dass man sie von allen Seiten sehen kann und nicht nur schemenhaft in trübem Wasser.

Wir sind fasziniert von den weitläufigen Gehegen ohne Gitter und Zäune. Bei den Gorillas hätten wir noch stundenlang zuschauen können. Vielleicht hätte sich der Silberrücken, der stoisch auf einer Anhöhe saß und seinen Harem bewachte, auch mal bewegt. Aber wie gesagt, bei uns hat ein anderer das sagen und er ruft zum Aufbruch.

Wir fahren zu unserem Hotel für zwei Nächte, das Princess Hotel Victoria (Hoenderloo), das in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Hoge Veluwe (Hohe schlechte Erde oder Hohe Düne) liegt. Ein Haus mit Eingang und typisch niederländischer enger und steiler Wendeltreppe. Übrigens ist das Hotel traditionell auch Quartier für Fußballnationalmannschaften, die auf dem benachbarten Spielfeld trainieren können.

Der Abend wird mit einem Menü zur Auswahl begonnen und mit den nächtlichen Abtrunks in der Bar beendet.

Lilo Becker                                         28.10.2016


2. Tag: Besuch der „Hogen Veluwe“ mit dem Kröller-Müller Museum

Gestärkt mit einem guten Frühstück, für einige Teilnehmer auch nach Frühsport im Schwimmbad oder einem kleinen Gang durch den benachbarten Wald, ging es zum etwa 8 km entfernten Park „Hoge Veluwe“ = „hoher schlechter Boden“.
Mitten im Park liegt das Museum eingebettet und umgeben von Heideflächen und Wäldern.
Im Museum sind hauptsächlich Bilder vom berühmten Maler Vincent van Gogh ausgestellt. Frau Helene Kröller-Müller, die Ehefrau des industriellen Anton Kröller, der mit ihr in den Niederlanden lebte, hat sehr früh begonnen Bilder von van Gogh zu seinen Lebzeiten zu sammeln, sie hatte seinen späteren Wert wohl schon erkannt. Sie kaufte mit ihrem Mann zusammen etwa11.500 Kunstwerke von zeitgenössischen Künstlern. Allein 90 Gemälde und 180 Zeichnungen von van Gogh befinden sich darunter. 1938 konnte sie das Museum eröffnen, leider starb sie schon 1939, aber das Haus wurde immer wieder vergrößert und man erlebt tatsächlich einen Überblick der Kunst der letzten zwei Jahrhunderte: Es sind uns von anderen Besuchen in Kölner Museen Werke bekannter Künstler wie Monet, Pissarro, Gauguin, Cézanne, Signac, Léger, Seurat, Picasso und dem Niederländer Mondriaan.

In der Ausstellung fanden wir van Goghs berühmte Darstellungen der Brücke in Arles, ein Selbstbildnis, Weg bei Nacht, Caféterrasse bei Nacht, verblühte Sonnenblumen, die übrigens am Totenbett von Helene Kröller-Müller als Symbol der Vergänglichkeit ausgestellt wurden, ...und eine Sonderausstellung zu Frühwerken von van Gogh. Dabei sind es vor allem Darstellungen von der arbeitenden Bevölkerung, von Frauen und Männer bei der Feldarbeit oder beim Weben an den damals modernen Webstühlen. Oder es sind Menschen in bestimmten Teilen der Niederlande, in denen sich van Gogh aufgehalten hatte: die Gegend um Neuen, in Drenthe, Den Haag oder Etten und natürlich auch Fischer bei der Arbeit und Fischer-Frauen.

Typisch für die Zeit waren die Darstellung der verzerrten, von Arbeit geprägten, kantigen Gesichter mit wulstigen Nasen und Lippen und die Art der Bewegungen der Gestalten. Teilweise sind diese Personendarstellungen sehr drastisch.
Die späteren Arbeiten van Goghs waren in der Ausstellung im Vergleich zu Arbeiten anderer Künstler der gleichen Zeitperiode ausgestellt. Man konnte die gegenseitigen Einflüsse erkennen: zum Beispiel der Pointilismus verschiedener Zeitgenossen zu den bekannten Strichmethoden des Künstlers.

Im Anschluss an die Hausbesichtigung trafen wir uns im Park, um die Skulpturen der Moderne aus dem letzten und dem jetzigen Jahrhundert aufzusuchen.
Diese über 150 großen und kleinen Skulpturen geben dem etwa 25 Hektar großen Park, der speziell dafür eingerichtet worden ist, ein besonderes Aussehen, vor allem durch die Verbindung von der Natur mit den Skulpturen.

Ein Mittagessen, für die meisten Teilnehmer in Form von typisch niederländischen "pannekoeken" aus dem pannekoekenautomaat, verbunden mit einem „kopje coffie“ konnte uns aufmuntern zum anschließenden Besuch des ebenfalls im Park gelegenen Jagdhauses Sankt Hubertus, das Kröller für seine Liebe zur Jagd in den zwanziger Jahren in eigenartigem Stil hatte bauen lassen. Hier konnten einige Teilnehmer endlich die überall an besonderen Plätzen bereitstehenden Fahrräder (ohne Handbremse und ohne Beleuchtung) zu kürzeren Rundfahrten nutzen.

Der Abend in unserem Hotel endete nach einem schönen Drei-Gänge-Menü in der Bar vor dem Gas-Herdfeuer.

3. Tag: Besuch von „Het Loo“

Am folgenden Morgen war es ähnlich dem ersten, aber leider mit etwas Wehmut im Kopf, weil wir auf unserer letzten Etappe, dem Besuch des königlichen Schlosses "Het Loo" bei Apeldoorn, schon die gepackten Koffer mitnehmen mussten.
Ein Führer empfing uns und machte uns mit dem Haus, das z. T. aus dem 17. Jahrhundert stammt, ganz ausführlich bekannt. Die Zusammenhänge der "Königshöfe" aus der Zeit bis heute und deren Verflechtungen mit England, Frankreich, Österreich und Deutschland erläuterte er uns bei der Begehung der etwa 30 in verschiedenen Stilen eingerichteten Zimmer.

Ein besonderer Höhepunkt war dann noch der Besuch des erst seit 1972 wieder restaurierten Barockgartens mit seinen Bepflanzungen.

Danach mussten wir langsam Abschied voneinander nehmen, da unser angepeiltes Programm erfüllt war. Für einige gab es noch am Nachmittag Besuche von benachbarten netten Städtchen wie Apeldoorn, Deventer, Zutphen oder Arnhem mit ihren schönen typischen Zentren, bevor wir uns auf die Rückreise in die östlichen und südlicheren Himmelsrichtungen begaben.

Konrad Dahlmann