Besuch im Lenneper Röntgen- und Tuchmuseum

Stadtansicht von Remscheid-Lennep
Stadtansicht von Remscheid-Lennep
Vor dem Röntgenmuseum
Vor dem Röntgenmuseum
lehrer nrw-Besuchergruppe im Röntgenmuseum
lehrer nrw-Besuchergruppe im Röntgenmuseum

Lennep — der größte Ortsteil von Remscheid und eine der ältesten Städte des Bergischen Landes — zeigte sich von seiner sonnigen Seite, als 15 lehrer nrw—Pensionäre am 18. September 2018 zu Besuch waren.

Schon die historische Altstadt mit ihren vielen denkmalgeschützten und blumengeschmückten Fachwerkhäusern zeigte uns, dass Lennep als Mitglied der Hanse zu den bedeutendsten Städten des Bergischen Landes zählte.

Stolz ist die Stadt auch auf ihren berühmten Sohn, Wilhelm Conrad Röntgen, der 1845 hier geboren wurde. Im liebevoll gestalteten Röntgenmuseum erhielten wir einen Einblick in das Leben und Schaffen des Physikers, Entdeckers, Forschers und Trägers des ersten Nobelpreises für Physik.

Wir erfuhren, dass Conrad Wilhelm Röntgen während seines Lebens vielseitig interessiert war. Der Physiker liebte die Natur und war ein begeisterter Bergsteiger, Jäger und Fotograf. Viele seiner Aufnahmen konnten wir sehen, auch solche, die mit zwei Objektiven aufgenommen waren und so schon eine Dreidimensionalität zeigen.

Sehr anschaulich wurde uns auch der schwierige wissenschaftlich physikalische Bereich seines Wirkens dargestellt. Und viele Ausstellungsstücke erinnerten uns an Kinder— und Jugendzeiten, in dieser Zeit war der Umgang mit den Röntgenstrahlen noch etwas sorgloser: Wer erinnert sich nicht an die jährliche Reihenuntersuchung der Lunge während der Schulzeit?

Nach einer entspannten Mittagspause im Restaurant „König von Preußen“ am Marktplatz konnten wir uns im Tuchmuseum über die Herstellung von Tuchen informieren.

Ehrenamtliche Mitglieder der Anna Hardt Stiftung e.V. kümmern sich um den Betrieb des Museums. Einer von ihnen, Herr von Wismar, zeigte und erklärte uns mit großer Begeisterung viele original erhaltene Gegenstände, die „von der Geschichte des einst weltumspannenden Unternehmens erzählen. Welchen Weg nimmt Wolle vom Schaf bis zum Anzug? Was hatte die Firma Wülfing mit der Deutschen Bank zu tun? Wo badeten die Mitarbeiter?“

Viele Fragen wurden von Herrn von Wismar beantwortet und auch hier konnten wir uns an unsere Kindheit erinnern, z. B. an die bestickten und umhäkelten Paradekissen auf den Betten unserer Eltern.

Im gemütlichen Ambiente des Rotationscafés in der Lenneper Altstadt fand unsere Veranstaltung ein gelungenes Ende.

Bernadette Trompetter

Abbildung der ehemaligen Tuchfabrik Wülfing
Abbildung der ehemaligen Tuchfabrik Wülfing
Im Tuchmuseum
Im Tuchmuseum
In der Musterstube des Tuchmuseums
In der Musterstube des Tuchmuseums
Bei der Nachbesprechung mit Kaffee und Kuchen
Bei der Nachbesprechung mit Kaffee und Kuchen

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