Ein Besuch bei thyssenkrupp-Steel in Duisburg

Unsere Seniorengruppe im Besucher-Empfangsgebäude bei thyssenkrupp-Steel

Am 14. März 2019 haben 16 Senioren einen Teil des Stahlwerks in Duisburg unter dem Thema
Wenn Stahl über die Hochgeschwindigkeitsstrecke rast
besichtigt.

Gut gelaunt und erwartungsvoll trafen sich die Teilnehmer der zweiten Teilexpedition zum thysenkrupp Stahlwerk in Duisburg Beeckerwerth im Restaurant Mykonos in Duisburg-Meiderich, um sich tüchtig zu stärken und die Erinnerungen an den ersten Besuch bei thyssenkrupp wieder aufleben zu lassen. So konnten auch neue Teilnehmer erfahren, wie imponierend und unvergessen ein Hochofenabstich und die gewaltigen Stahlkonverter sind. Das stärkte auch bei den „Neuen“ das Interesse und die Neugier auf mehr.

Im Besucherzentrum eingetroffen, begrüßte uns Herr Baumann, der auch schon die erste Führung kompetent und mit viel Humor geleitet hatte. Ein kurzer erläuternder Überblick über die Herstellungsabläufe und Produktionsstätten im Besucherzentrum sowie weitere Details auf einer kurzen Tour mit dem Bus über das Werksgelände zum Hafen, den Werkstätten, der Verwaltung, den Hochöfen brachten alle Teilnehmer auf den gleichen Wissenstand.

Unser Ziel, das Warmbandwalzwerk, wurde erreicht. Hier liegen schon meterweise Brammen, ausgekühlter Stahl – verfeinert mit z.B. etwas Mangan, Silizium, Phosphat zur gewünschten Spezifikation des Abnehmers – zur Weiterverarbeitung bereit. Gut ausgerüstet mit Helm, Schutzbrille und Gehörschutz betraten wir die riesige Halle. Die hintereinander geschalteten Wärmeöfen geben die rotglühenden Stahlblöcke frei. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h rasen diese tonnenschweren Blöcke durch die Walzstraße und werden nach und nach zum Blech mit einer Dicke von etwa 1,5 Millimetern. Es wird automatisch zu silbrig glänzenden Coils aufgerollt. Wir waren alle beeindruckt von der Hitze, die in der Halle herrschte und dem automatisierten Produktionsablauf auf der „Hochgeschwindigkeitsstrecke“. Personal war nur in der Überwachungszentrale zu sehen.

Für Betriebe, die noch dünner gewalzte Bleche benötigen, durchläuft das Blech noch die Kaltwalzanlage, die die Bleche auf 0,35 Millimeter Dicke allein durch Druckraft auswalzt. Dann ging es noch zu einem Abstecher in die Verzinkerei. Anschließend ist der Stahl versandfertig.

Auch unsere Besucherzeit war abgelaufen. Mit vielen neuen Eindrücken verließen wir das Stahlwerk.

Ingrid Langenbach